Das Projekt
„Am Ende der Angst“ ist ein mobiles Theaterprojekt, welches sich dem Themenkomplex der sexuellen Gewalt unter Jugendlichen zuwendet. Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 13 – 17 Jahren, sowie LehrerInnen und PädagogInnen, die mit dieser Altersgruppe arbeiten.
In Anspruch genommen werden kann das Projekt von Schulen und Trägern der freien Jugendhilfe und Jugendbildung. Seit längerem dominiert das Thema die Medien: Gangster-Rap, Gewaltpornographie, und Date-Raping (Übergriffe im Freundeskreis) werden als Ausdruck einer sexualisierten und gewaltbereiten Jugend gewertet. Doch was steckt hinter diesen Meldungen? Ein Drittel aller sexuellen Übergriffe an Jugendlichen werden von Menschen begangen, die unter 18 Jahre alt sind – und die Täter werden immer jünger. Wie kommt es zu einer solchen Entwicklung und wie kann man ihr entgegen wirken?
„Am Ende der Angst“ wagt den Versuch einer Intervention. Das Theaterprojekt ist in einem umgebauten Bus mit integrierter Medientechnik untergebracht. Wir besuchen Schulen und Einrichtungen in Karlsruhe und Umgebung, um gemeinsam mit den Jugendlichen etwas gegen diesen Trend zu tun. „Am Ende der Angst“ bietet die Möglichkeit, sich einen ganzen Vormittag intensiv mit dem Thema auseinander zu setzten. Ziel ist, über den Themenkomplex aufzuklären, Verantwortungsbewusstsein zu stärken und Kontakt zu Beratungs- und Betreuungseinrichtungen anzubieten.
Didaktisch geht das Theaterprojekt in drei Schritten vor:
Schritt 1
Die Schulklasse sieht sich in unserem Bus das Theaterstück „Am Ende der Angst“ an. Das Stück greift die Lebenswelt der Jugendlichen auf. Verpackt in eine Teenage Love Story erleben die SchülerInnen mit, wie es zu einer Eskalation kommen kann und welche Nöte und Belastungen hieraus erwachsen.
Schritt 2
In einem anderthalbstündigen Workshop reflektieren die SchülerInnen mit theaterpädagogischen Methoden das gesehene Stück. Der Schwerpunkt liegt hier bei dem Umgang mit Grenzen – die der anderen, aber auch der eigenen.
Schritt 3
In geschlechterhomogenen Kleingruppen werden Beratungsgespräche von PsychologInnen und ErziehungsberaterInnen mit den Jugendlichen geführt. Die Gespräche bieten die Möglichkeit der spezifischeren Aufklärung und dienen zudem der Vorstellung der bestehenden Beratungsangebote im Landkreis und der Stadt.
Die Beratungsgespräche sind Beiträge der Einrichtungen: Allerleirauh, Wildwasser e.V., Psychologischer Beratungsdienst der Stadt Karlsruhe, Diakonie-Bretten, Sozialer Dienst katholischer Frauen, Kinderbüro Karlsruhe, Psychologische Beratungsstelle des Landkreises Karlsruhe
